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Digital HubCologne – Hub für Gründer präsentierte sich am 29. Juni in Overath

Wenn es um das Thema Digitalisierung geht, fängt heute fast jeder Vortrag bei Adam und Eva an. Man möchte das Publikum nicht überfordern. Umso erstaunlicher gestaltet sich häufig dann doch das Tempo, mit dem die jeweiligen Redner beim „smarten Kühlschrank“ und der heute scheinbar unverzichtbaren „Cloud-Lösung“ oder der „Booking-App“ landen und damit unser medial geprägtes Bild einer digitalen Welt geschickt untermauern.

digitalhub cologne rückblick

Digital Hub Cologne – Vermittler zwischen Start-Ups und mittelständischen Unternehmen

Auch bei der Vorstellung des Digital Hub Cologne im Overather Coworking4You war dieser Trend letzte Woche spürbar. Die im Kölner Mediapark ansässige und von Digitale Wirtschaft NRW (DWNRW) geförderte Initiative versteht sich als starker Partner der Wirtschaft in der Region. Man will besonders die digitale Kölner Start-Up-Szene fördern. Im engen Austausch mit der Universität zu Köln, der IHK Köln und der Stadt Köln bietet der Digital Hub Cologne deshalb jungen innovativen Gründern die Chance, sich auf dem Markt zu positionieren.

In einem einstündigen Vortrag erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit des Kölner Digihub. Anschaulich wurde erklärt, wie dieser sich als Vermittler zwischen Start-Ups und mittelständischen Unternehmen versteht, und wie man vorgeht, um zum Beispiel für Projekte großer Unternehmen die passenden Dienstleister und Partner zu finden. Vom Digital Readiness Check bis hin zum perfekten „Match“ reicht das Angebot. Und natürlich bietet der Digital Hub Cologne vor allem im Kölner Raum eine Reihe von Vorträgen und Netzwerk-Angebote bei denen sich Jung- und Alt-Unternehmer treffen und zu digitalen Themen austauschen können.

Auf diverse Zukunftsszenarien, in denen uns Menschen neben der künstlichen Intelligenz eine scheinbar immer unwichtigere Rolle zukommt, verzichtete der Redner des Abends, Mathias Härchen, dankenswerterweise. Auch beim Digital Hub Cologne hat sich zeitig die Erkenntnis durchgesetzt, dass es häufig leichter ist, Bedarfe zu ermitteln, als konkrete Projekte anzustoßen und – vor allem – diese erfolgreich und gewinnbringend zu Ende zu bringen und tatsächlich Innovationen zu implementieren.

Auch wenn künstliche Intelligenz heute Beratungsfunktionen übernehmen und den digitalen Stand von Unternehmen samt wertvollen Handlungsempfehlungen ermitteln kann – ein Garant für eine erfolgreich implementierte digitale Unternehmenszukunft ist das noch lange nicht.

Nicht ohne Grund sind vor allem Mittelständler häufig skeptisch, wenn es um die Einführung neuer Technologien und damit auch neuer Strukturen und Denkweisen geht. Besonders bei den nachfolgenden Diskussionen und Gesprächen der Gäste untereinander wurde klar: In erster Linie muss ein Wirtschaftsunternehmen seine Investitionen sinnvoll kalkulieren und das Investment zurück erwirtschaften. Das Resumée des offiziellen Teils des Abends: „Digitalisierung – einfach mal machen“, genießen deshalb viele mit Vorbehalt. Sicher. Diese Haltung kann Berührungsängste abbauen – dennoch ist es immer noch etwas anderes, ob Sie als Geschäftsführer eigenhändig Ihre Social Media Profil pflegen und über WhatsApp chatten – oder ob Sie komplexe Prozesse und Workflows in Ihrem Unternehmen vollständig digitalisieren. Gewerbliche Auflagen, neuen Sicherheitsrisiken, neu zu implementierende interne Kommunikations- und Arbeitsprozesse und nicht zuletzt der Faktor Mensch fallen ins Gewicht, wenn man das Thema Digitalisierung effizient angehen will.

Und: Muss es denn immer ein Start-Up sein?

Schließlich muss auch die Frage erlaubt sein, ob ausgerechnet ein Start-Up der beste Partner für das Gelingen einer solch komplexen Mission ist. Immerhin: Auch in der Start-Up-Szene sind Insolvenzen keine Seltenheit, wie Anfang des Jahres die Fälle Auctionata und Triprebel erneut zeigten. Wie immer bei Firmenneugründungen trennt sich auch in der neuen deutschen Gründerszene im Lauf der ersten drei Geschäftsjahre die Spreu vom Weizen. Nicht weniger als 3.000 Start-Ups gingen 2016 Pleite (Quelle: www.horizont.net). Für etablierte Unternehmen, die eine erhebliche Investition in die Digitalisierung Ihrer Unternehmensprozesse planen, dürfte nicht zuletzt auch dieser Umstand bei der Bewertung neuer Geschäftspartner einfließen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich das ambitionierte und spannende Projekt der Kölner über die nächsten drei bis fünf Jahre weiter eintwickeln wird.


Mehr Informationen zum Thema CoWorking in Overath: Twitter @Coworking4You und über den Digital Hub Cologne unter: https://digitalhubcologne.de

 

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